• Georg

Marktbesuch in Kambodscha

Aktualisiert: 3. Nov.

Neben den Einblicken des Alltags bei KNGO Cambodia wollen wir auch Einblicke in das Leben in Kambodscha geben. Heute beschreiben wir eine alltägliche Erledigung: das Einkaufen auf einem Markt.


Das Einkaufen von Lebensmitteln und sonstigen täglich Gebrauchsgegenständen ist in Deutschland äußerst bequem. Alles ist fein säuberlich in Regalen gestapelt oder anderweitig ansprechend präsentiert. Doch wie sieht das in Kambodscha aus?


Nun, es gibt auch hier ein paar Supermärkte, zum Beispiel den LuckyStar Supermarket in Phnom Penh oder den Heng Chhay Ly Mart in Battambang. Hier kann man fast alles bekommen, was man aus den westlichen Ländern kennt, allerdings relativ teuer. Ein Glas Nutella (250 g) kostet mehr als 6 US-Dollar.


Die Ladenkonzepte, wie man sie aus dem Westen kennt, kommen hier nur teilweise zur Anwendung. So kann man bspw. in manchen Bäckereien Blumen kaufen, Calvin Klein Unterwäsche an der Tankstelle oder Bustickets im Laden der benachbarten Schneiderin.


Ein günstige und weitaus interessantere Alternative stellen die zahlreichen Märkte dar. Hier findet man wirklich fast alles, man muss nur herausfinden wo. Die Märkte sind grundlegend immer relativ ähnlich aufgebaut.


Vor der eigentlichen Markthalle werden frischer Fisch und Meeresfrüchte, Obst und Gemüse sowie allerlei Haushaltsutensilien feilgeboten. Unter einer festinstallierten Überdachung um die Markthalle herum findet man Reis, Nudeln, getrocknete Pilze oder Garnelen und größere Haushaltswaren wie Töpfe und Plastikcontainer und -geschirr.

Collage aus mehren Bilder, die das typische Markttreiben in Kambodscha zeigen.

In der Halle selbst gibt es hauptsächlich Klamotten, Schuhe, Schmuck und Fleisch zu kaufen. Mir ist aufgefallen, dass die Schmuckhändler immer in der Nähe der Fleischabteilung angesiedelt sind. Die Schuhhändler und Bekleidungsstände teilen sich den Rest der Fläche. Warum das so ist, konnte ich bisher nicht herausfinden. Und da das rohe Fleisch ungekühlt auf Pappkarton den ganzen Tag herumliegt, wird das am Nachmittag geruchstechnisch ein wenig schwierig.


Auch musste ich mich erst daran gewöhnen, dass der Fisch lebend geliefert und vor den Augen geschlachtet und ausgenommen wird. Es klingt nicht gerade appetitlich, jedoch die Qualität und Frische kompensieren das!


Und nun geht es ans eigentliche Einkaufen. Es ist üblich - und als Barang (Khmer für Ausländer) auch unbedingt notwendig - auf dem Markt zu handeln. Als Ausländer bezahlt man natürlich mehr, als Einheimische bezahlen würden. Die Höhe des Preises hängt auch von den Khmer-Kenntnissen ab. Das ist ein guter Anreiz sich beim Lernen der Sprache anzustrengen, es lohnt sich im wahrsten Sinne des Wortes.

Kilowaren wie Obst, Gemüse, Reis und Fleisch kann man nur in halben oder ganzen Kilo-Einheiten bekommen.

Collage aus Bildern, die das Warenangebot im Detail zeigen.

Ein großes Problem sind die Plastiktüten. Alle Lebensmittel werden sortenrein eingepackt; es wäre ja unmöglich die Papaya zu den Kartoffeln zu stecken oder die Paprika zu den Karotten packen. Es gibt Tüten in allen Formen, Farben und Größen. Mit einem Wocheneinkauf bringe ich mehr als 15 Tüten nach Hause. Mit dem Versuch, die Tüten wiederzuverwenden bin ich kläglich gescheitert. Am besten kann man die Flut noch eindämmen, wenn man einen Leinenbeutel dabei hat.


Und so sieht nach dem Einkaufen ein Obstkorb aus:

Obstkorb mit landestypischen Früchten.

Von links nach rechts: Litschi-ähnliche Beeren, Bananen, Dragonfruits, Ananas und ganz hinten versteckt sich eine Süßkartoffel.

 


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